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Buchtip "Badefeste" von Gisela Krahl
rororo-Verlag

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Badefeste:

Obwohl die Kultur der Badehäuser, in denen man zugleich Geselligkeit und Schönheit pflegte, zumindest in Westeuropa weitgehend ausgestorben ist, muss man auf den Luxus eines wohligen und belebenden Wannenbades nicht verzichten. Jedes noch so kleine Badezimmer kann zur sinnlichen Oase werden, in der Körper und Geist Erholung finden.

Am wichtigsten ist dabei natürlich die Badewanne. Sie ist der Mittelpunkt des Badezimmers.

Besonders schön ist es, wenn sie so groß ist, dass zwei Erwachsene oder mehrere Kinder bequem darin Platz haben. Da die meisten Wannen dafür leider zu klein geraten sind, sollte zumindest ein bequemer Stuhl oder eine Bank im Bad stehen, damit einem gelegentlich ein anderer Mensch Gesellschaft leisten kann oder vielleicht etwas vorliest, während man selbst in den Fluten schwelgt. Badezimmer wirken häufig wenig gemütlich, eher etwas zu clean und hygienisch, besonders wenn sie neu und ordentlich gekachelt sind. Da geben ein paar Grünpflanzen oder Blumen dem Raum gleich viel mehr Charme. Auch Bilder, eventuell durch Plastikfolie geschützt, Kerzen und leise Musik verschönern die Stimmung.

Es ist wichtig, dass Sie sich schon heim Eintritt in Ihr Badezimmer wie Kleopatra fühlen. Denn das Bad ist nicht nur Ort der Hygiene, Pflege und Reinigung, sondern vor altem ein Ort der Meditation und Muße, ein Ort für Luxus und Genuss. Es kann sogar ein besonderer Ort der Liebe sein.

Baden hält Leib und Seele zusammen und ein Bad hat nicht nur praktische, sondern auch rituelle und soziale Bedeutung. Schon seit ewigen Zeiten geben kluge Frauen frische Erdbeeren oder Milch, Gemüsewasser oder Wäschestärke und zermatschte Gurken als Badezusatz in die Wanne. Das ist auf jeden Fall ein guter Einfall, denn eigentlich mag unsere Haut gar keine Schaumberge mit Superwaschkraft. Die sind noch nicht mal für schmutzige Kinder oder ölige Automechaniker angebracht, weil sie die Haut viel zu sehr austrocknen. Lieber sollte man, wenn man wirklich sehr schmutzig ist, eine milde Seife nehmen.

Entscheidend ist, was Sie mit dem Bad bezwecken wollen:
Soll es Sie reinigen und erfrischen, wollen Sie sich aufwärmen und entspannen, oder ist Ihnen einfach nach einer kleinen, duftenden Sinnenfreude?

Ein schönes Bad muss einfach duften, es kann beruhigen, erfrischen oder anregen, auf jeden Fall sollte es pflegen. Wenn die Haut warm ist, nimmt sie auch ätherische Öle besonders gut auf Pflegende Stoffe wie Fett, Vitamine, Schleifsubstanzen, Reinigungsstoffe, Weichmacher, Zartmacher, Feinmacher und Schönmacher, all das hat bei hoher Temperatur einen guten Einfluss auf müde, gestresste, graue oder rote, gereizte oder faule Haut.

Ein normales Bad dauert etwa 20 Minuten. Wie heiß das Wasser sein sollte, hängt davon ab, was die Badenden vertragen können. Japaner zum Beispiel baden bei 42-45 Grad, während den Europäern meist schon 36-39 Grad reichen. Je heißer das Wasser ist, desto mehr zirkuliert das Blut in der Haut, der Körper wird krebsrot, schwitzt und scheidet über die Schweißdrüsen heftig Giftstoffe aus. Wenn Sie es ein wenig milder mögen, gönnen Sie sich einfach ein lauwarmes Bad und aalen sich in milchigen Fluten.

GRUNDAUSSTATTUNG FÜR DAS SINNLICHE BADEZIMMER

Um aus Ihrem eher schlichten Badezimmer im Handumdrehen eine Luxusoase zu machen, brauchen Sie nur ein paar praktische Gegenstände und vor allen Dingen die Zutaten für die verschiedensten Wannenbäder Aber keine Angst: das meiste findet sich wahrscheinlich ohnehin in Ihren Küchen- oder Vorratsschränken an, und die Besorgungen der fehlenden Essenzen sind schon an sich ein sinnliches Vergnügen.

Schaffen Sie sich ein Badesäckchen aus Leinen oder Mull an (nähen oder nähen lassen). Dahinein füllen Sie die Kräutermischungen, hängen das Säckchen schon beim Einlaufen über den Wasserhahn und rubbeln sich später damit ab, um die Wirksamkeit der duftenden Kräuter voll auszukosten.

Nützlich ist auch ein Luffahschwamm oder Handschuh aus dem flachen, fasrigen Gerippe einer südafrikanischen Pflanze, den Sie in Gesundheitsläden, in Kaufhäusern oder im Reformhaus erstehen können.

Zum Auffiewahren der verschiedenen Badeöle, Meersalzbäder, Splashs, Bodycremes und Duschgele brauchen Sie hübsche Gefäße, Karaffen und Flakons. Es gibt sie in gutsortierten Haushaltsgeschäften oder in Glasmanufakturen, die sich in fast jeder größeren Stadt befinden (Branchenbuch befragen!). Apotheken führen kleine Klarsichtdosen, in denen Salmiakpastillen verpackt sind. Diese Dosen eignen sich gut zum Aufbewahren von Badesalz. Achten Sie außerdem bei Ihren Einkäufen auf Flaschen und Gefäße, die so hübsch geformt sind, dass Sie sie im Bad wiederverwenden können.

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