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BadStudio.de im grünen Blätterwald

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Wer beim Duschen an Regenwald und beim Baden an Riviera denkt, der braucht auf die Palme an seinem persönlichen Badestrand nicht zu verzichten. Im deutschen Wohnzimmer gehören Pflanzen längst zum Standard. Wer aber sein Badezimmer damit bestückt, darf sich noch zur statistischen Ausnahme zählen. Daß das Bad lange Zeit vom üppig rankenden Grün ausgespart wurde, liegt eher am Einfluß von Zeitgeist und Architektur als an der Unwirtlichkeit dieses Raumes für grünes Leben.
In den sechziger Jahren, als “badezimmer” noch klein geschrieben und winzig geplant wurden, kam natürlich niemand auf die Idee, seine Lieblingspflanze ausgerechnet in dieses fensterlose, licht- und luftarme Verlies zu verbannen.
Heute dagegen, wo Badezimmer großzügig und hell gestaltet werden und darin nicht nur gebadet und gewaschen, sondern gewohnt wird, bietet sich dieser Raum geradezu an, mit lebendem Grün ausgestattet zu werden.

Blattwerk fürs Badezimmer
 

Bergpalme
Die Chamaedorea, wie die Bergpalme mit botanischem Namen heißt, eignet sich ganz besonders gut für Hydrokultur.Die gefiederten Blätter werden bis zu 60 cm lang. Ältere Pflanzen entwickeln auch Blüten: große, schwere Stauden mit blaßgelben unscheinbaren Kelchen
Philodendron
Der “Baumfreund” erinnert an Dschungelgewächse, zu deren Gattung er eigentlich gehört. Die Blätter können die unterschiedlichsten Formen haben, gezinkt oder glatt sein. In der Wildnis rankt er an Baumstämmen hoch, die bei der Zimmerpflanze häufig durch ein bemoostes Rohr ersetzt werden
Schwertfarn
Die frischgrün glänzenden Wedel des Schwertfarn wachsen das ganze Jahr über. Sie können bis zu 20 cm lang werden und tragen an der Blattunterseite braune Sporen. Die Wedel bilden eine Blattrosette, ein “Nest”, in dem sich Wasser und Nährstoffe sammeln - so wird der Schwertfarn gewissermaßen zum “Selbstversorger”.
Yucca/Palmlilie
Die bewurzelten Stammstücke mit den ausgedehnten Blattschöpfen gehören weder zu den Palmen- noch zu den Lilienarten. Vielmehr zählen sie zu den Agavengewächsen, die äußerst widerstandsfähig und pflegeleicht sind. Sie sind in allen Größen zu haben und wachsen nur langsam.
Schefflera/Strahlenaralie
Eine unverwechselbare Blattsilhouette hat Strahlenaralien schnell zu den beliebten Grünpflanzen für helle und halbschattige und Räume werden lassen. Es sind etwas anspruchsvollere Topf- und Kübelgewächse, die vor allem im Winter nicht zu warm stehen wollen
Ficus/Birkenfeige
Die Birkenfeige ist mittlerweile beliebter als ihr großer Bruder, der Gummibaum. Sie wirkt eleganter und ist widerstandsfähiger. Im Winter wechsel sie ihr Laub, um im Frühjahr viele hellgrüne Neutriebe zu entwicken. Hoch in der Gunst von Pflanzenliebhabern sind auch buntblätterige oder rankende Exemplare.

Im Sonnen-Bad gedeihen Pflanzen prächtig

Pflanzen brauchen Wasser, Luft, Nährstoffe, Wärme und Licht, um leben zu können. Moderne Badezimmer sind daher ideale Standorte. Auf Grund der hohen Luftfeuchtigkeit sollte aber die Wahl der Pflanze gut überlegt sein. Alle Arten von Sukkulenten, (z.B. Kakteen) sind für die Badbepflanzung völlig ungeeignet. Auch sollte auf den richtigen Nährboden geachtet werden, denn Humus und Erde sind gerade im Badezimmerklima besonders anfällig für Schimmelpilze.

Hydrokultur eine saubere Sache

Das Bad, Inbegriff von Hygiene und Sauberkeit, wird am besten mit Hydrokultur bestückt. Der Vorteil liegt auf der Hand: Das anorganische Substrat Blähton bietet keinen Nährboden für Keime und Bakterien. Außerdem: Hydrokügelchen haben eine eigene Art der Wasservorratshaltung, die die Luftfeutigkeit im Raum enorm steigert. Das und der permanente Sauerstoffaustausch - vor allem großblättriger Pflanzen - sorgen für ein ausgeglichenes Klima, das dem menschlichen Wohlbefinden sehr zuträglich ist.

Pflanzenleuchten geben Licht

In dunkleren Bädern und Ecken. wo das Tageslicht nicht ausreicht, kann mit speziellen Pflanzenleuchten nachgeholfen werden. Solche Zusatzbeleuchtungen, die im übrigen wesentlich heller und energiesparender sind als herkömmliche Glühlampen, rücken die Pflanzen ins rechte Lichte. Mit Hilfe eines Luxmeters läßt sich messen, ob das durch das Fenster einfallende Tageslicht genügend Helligkeit spendet. Für Grünpflanzen sollte der Wert mindestens 600 bis 800 Lux betragen, für Blüher sogar bis zu 1500 Lux.

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